|

Entstehung
Verantwortlich für eine Erkältung sind Viren, die beim Husten,
Niesen oder auch Händeschütteln von Mensch zu Mensch übertragen
werden. Man spricht von einer so genannten Tröpfcheninfektion, das
heisst, die Viren gelangen von der erkälteten Person über die
Luft in die Atemwege des gesunden Gegenübers. Die Viren bleiben
an der Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum haften, wo sie sich weiter vermehren
können. Besonders erfolgreich sind Viren, wenn die Abwehrkräfte
der Schleimhäute durch Kälte, Nässe und Zugluft reduziert
oder die Schleimhäute durch die Heizungsluft ausgetrocknet sind.
Eine chronische Erkrankung, Stress, einseitige Ernährung und Rauchen
können eine Erkältung ebenfalls begünstigen. Derzeit sind über
100 Viren bekannt, welche eine Erkältung auslösen können.
Verlauf
Meist dauert es ein bis drei Tage bis sich die Viren ausreichend vermehrt
haben und die Erkältung allmählich ausbricht. Oft beginnt
eine Erkältung mit einem Kribbeln in der Nase oder im Hals. Das
Schlucken wird unangenehm und die Nase beginnt zu laufen. In manchen
Fällen kommt ein Husten dazu. Jede fünfte Erkältung
wird von Fieber bis 38,5°C und Schmerzen begleitet. Die meisten
Erkältungsgeplagten fühlen sich matt und abgeschlagen. Meist
dauert eine Erkältung etwa acht Tage. Bis alle Symptome abgeklungen
sind und man von einer vollständigen Genesung sprechen kann, verstreichen
jedoch nicht selten zwei Wochen.
Erkältung oder Grippe
Die Begriffe Erkältung (= grippaler Infekt) und Grippe werden oft
durcheinander gebracht, obwohl es sich dabei um zwei unterschiedliche
Erkrankungen handelt.
Währen eine Erkältung meist nicht zu Komplikationen führt,
handelt es sich bei einer Grippe um eine schwere Erkrankung, die in einzelnen
Fällen sogar schwerwiegende Folgen haben kann.
Wie
die Erkältung wird auch die Grippe von Mensch zu Mensch übertragen.
Die Grippeviren (Influenzaviren) führen jedoch zu einem anderen
Krankheitsbild als die Erkältungsviren. Typisch für eine Grippe
ist der plötzliche Beginn der Krankheit. Innert kürzester Zeit
treten starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost sowie starke
Muskel- und Gliederschmerzen auf. Eine Grippe wird manchmal von einem
Schnupfen und von einem meist trockenen Husten begleitet. Bereits am
ersten Krankheitstag klettert das Fieberthermometer auf Werte zwischen
39°C - 40°C. Grippepatienten fühlen sich meist so abgeschlagen,
dass ein paar Tage Bettruhe unumgänglich werden. Eine Grippe dauert
zwei bis drei Wochen und schwächt den ganzen Körper.
Die Grippe erfordert ärztliche Behandlung. Als Prävention
kann eine Grippeschutzimpfung durchgeführt werden. Diese bietet
allerdings keinen Schutz vor einer Erkältung.

|